Hormone und Medikamentenrückstände im Trinkwasser

0 Kommentare

Wie schädlich sind Hormone und Medikamentenrückstände im Trinkwasser?

Hormone und Medikamente steuern wichtige Prozesse in unserem Körper und wirken nachweislich bereits in kleinsten Mengen. Bei Untersuchungen in der Nähe von Kläranlagen konnten aufgrund der Verunreinigung mit Hormonrückständen Verweiblichungseffekte an Fischen beobachtet werden. So bilden zum Beispiel männliche Bachforellen in ihren Hoden Eizellen aus. Gegenteilige Phänomene erleiden Wellhornschnecken, sowie rund 100 andere Meerestiere: Deren Weibchen entwickeln einen Penis und werden fortpflanzungsunfähig. Es wird vermutet, dass die Mutationen auch vor dem Menschen nicht halt machen. Schweizweit kann – mit grossen regionalen Unterschieden – eine Abnahme der Spermienzahlen bei Männern festgestellt werden. Aber auch Medikamentenrückstände haben schwerwiegende Folgen für Wasserlebewesen. Die Schweizer Forscherin und Ökotoxikologin Natalie Chèvre hat sich in ihrer Studie zu Süsswasserkrebsen dazu so geäussert: «Wenn man Süsswasserkrebse in Wasser hält, das mit dem Brustkrebsmittel Tamoxifen versetzt wurde, verändert sich die Fortpflanzung der Tiere und die Babys haben auch Abnormalitäten.»

Medikamente

Wie gelangen Hormone und Medikamentenrückstände in unser Trinkwasser?

Wir Schweizer konsumieren eine grosse Menge an Arzneimitteln (Medikamente, Hormone, hormonaktive Substanzen, etc.). Täglich sind in der Schweiz 30,000 Chemikalien in Gebrauch. Arzneimittel alleine treten nach Aussage des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) landesweit an rund 10% der Messstellen im Grundwasser auf. Aufgrund des steigenden Durchschnittsalters muss man mit einem weiteren Anstieg der Umweltbelastung durch Arzneimittelwirkstoffe und deren Abbauprodukte rechnen. Für die Belastung unseres Trinkwassers mit Arzneimitteln sorgen wir selbst: Schmerzmittel, Medikamente gegen Diabetes, Antibiotika oder Hormone der Antibabypille. Diese werden oral oder über den Körper (z.B. Cremes) aufgenommen. Der Körper kann diese zum grossen Teil gar nicht aufnehmen und scheidet bis zu 90 % der aufgenommen Stoffe mit dem Gang zur Toilette wieder aus oder sie werden in der Dusche abgewaschen. Leider werden oft auch verfallene Medikamente über die Toilette entsorgt. So gelangen Hormone und Medikamentenrückstände über das Abwasser in unsere Kläranlagen und von dort in den gesamten Wasserkreislauf. Die Kläranlagen und die Wasseraufbereitungsanlagen sind machtlos gegen die grosse Menge an synthetischen Stoffen, die wir täglich zu uns nehmen und lassen diese praktisch ungefiltert weiterziehen. So landen die unerwünschten und schon in geringsten Mengen aktiven Stoffe schlussendlich auch in unserem Leitungswasser.

Arzneimittel im Grundwasser

Arzneimittel im Grundwasser (2019) sowie gereinigtes Abwasser in Fliessgewässern und Siedlungsfläche. Maximalwert pro NAQUA-Messstelle. Quelle: Bundesamt für Umwelt (BAFU), 2019

Sie machen übrigens auch vor dem teuren und umweltschädlichen Flaschenwasser nicht halt. Bei der Untersuchung von 20 verschiedenen Mineralwässern konnten Forscher von der Abteilung Aquatische Ökotoxikologie der Goethe Universität Frankfurt am Main in einer Studie aus dem Jahr 2011 feststellen, dass zwölf Mineralwässer eine signifikant erhöhte östrogene Aktivität aufweisen.

Was tun gegen Hormone und Medikamentenrückstände im Trinkwasser?

Es gibt einige bekannte und wissenschaftlich überprüfte Methoden zur Entfernung von Pestiziden aus dem Trinkwasser. Ein Beispiel ist der Einsatz von hochporöser Aktivkohle. Aktivkohle verfügt über eine immens grosse spezifische Oberfläche (vergleichbar mit einem Schwamm) und hat die Eigenschaft zahlreiche chemische Substanzen auf ihrer grossen Oberfläche zu binden. Aktivkohle wird daher im Wasserstrom so verbaut, dass möglichst viel Kohle vom Wasser umflossen wird und das Wasser möglichst viel Zeit im Kontakt mit der Aktivkohle verbringt (sogenannte Verweilzeit). Dadurch werden Hormone und Medikamentenrückstände fest an die Aktivkohle gebunden und effizient und gezielt aus dem Wasserstrom entfernt. Aktivkohle ist ein Naturprodukt. Im Fall von DrinkPure wird die im Filter eingebaute Aktivkohle aus den Resten von Kokosnussschalen gewonnen.

DrinkPure filtert auch andere Substanzen aus dem Wasser. Hier findest du eine Übersicht, was DrinkPure filtern kann.

Hinterlasse deinen Kommentar

Alle Blog-Kommentare werden vor Veröffentlichung überprüft
vor [time] Minuten, von [location]
Danke! Du hast dich erfolgreich angemeldet!
Diese Email ist bereits bvergeben.